Yaar - e.V.

 

Yaar kommt aus dem Persischen und hat sehr viele Bedeutungen. In diversen Kulturen und Sprachen, von der heutigen Türkei bis hin zum indischen Subkontinent, wird der Begriff noch heute als Synonym für einen besonderen und liebenswürdigen Menschen verwendet. Wir verstehen es unter anderem als: Guter Freund/gute Freundin, HelferIn, BegleiterIn, Gefährte/in. Wir sind also ein Zusammenschluss aus Freundinnen und Freunden, der seit 2012 ehrenamtlich in der Geflüchtetenhilfe für Menschen aus Afghanistan engagiert ist und versucht, für sie ein/e Yaar zu sein.

Unsere Grundphilosophie, politisch, ethnisch, geschlechtlich und konfessionell unabhängig zu sein, steht im Einklang mit den Grundrechten und Demokratiewerten in einer pluralistischen Gesellschaft. Sie entgegnet auch die Hauptursachen für den andauernden Konflikt und für die zahllosen Ungerechtigkeiten in Afghanistan, welche die Menschen erst zur Flucht gezwungen haben.

Unser Vereinsname steht außerdem für Bildung, Kultur und Begegnung. Mit diesen Werten möchten wir als Yaars einen Raum schaffen, wo Bildung stets gefördert wird und Kultur erlebt werden kann. In diesem Raum sollen Begegnungen zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen und Biographien stattfinden. Mit der Errichtung des Afghanischen Kultur- und Beratungszentrums ist es uns gelungen, die ersten Steine dafür zu legen.

Sonstige Teammitglieder

Fateme Bakhshi

Zahra Esrafil

Katja Heinemann

Sabine Krause

Mortaza Rashidi

 

Migrationsbeirat

"Yaar - e.V." ist Mitglied im Migrationsbeirat des Bezirks Berlin-Mitte in der Wahlperiode 2016 bis 2021. Im Folgenden ein Zitat aus der Website des Beirats. Der Migrationsbeirat ist für alle das Thema Migration betreffende Frage- und Themenstellungen zuständig. Der Beirat steht der Verwaltung und Politik beratend zur Seite und setzt sich für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse und das gleichberechtigte Zusammenleben aller Menschen im Bezirk ein.

 

Landesbeirat

Unser Mitglied Kava Spartak wurde im Januar 2017 in den Berliner Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen gewählt. Der Landesbeirat besteht aus sieben Mitgliedern. Kava Spartak wird die Region "Naher und Mittlerer Osten, Pakistan, Indien" vertreten. Der Landesbeirat konstituierte sich erstmals 2003 und ist ein Instrument, um in Berlin lebenden Menschen, die nicht die deutsche Staatsbürgerschaft haben, politisches Gehör zu geben. In seinen Sitzungen wird die Integrations- und Migrationspolitik des Berliner Senats erörtert. Es werden Empfehlungen im Bereich der Integrations-und Migrationspolitik für den Senat und andere politisch und gesellschaftlich aktive Gruppen erarbeitet.

 

Abschiebungen nach Afghanistan

Unser Verein vertritt die Meinung, dass es in Afghanistan keine sicheren Gebiete gibt.Wir halten deshalb die Abschiebungen in ein Kriegsgebiet für menschenrechtswidrig  und engagieren uns im Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanistan. Des Weiteren setzt sich YAAR e.V. dafür ein, dass die von Bund und Ländern geschaffenen Integrationsmaßnahmen auch den afghanischen Geflüchteten offenstehen.

Zwei Jubiläen, eine Feier:

Fünf Jahre Yaar e.V., ein Jahr Afghanisches Kultur- und Beratungszentrum

 

Am 29. November 2017 feierten wir mit zahlreichen Freund*innen und geladenen Gästen das fünfjährige Bestehen von Yaar e.V. Aus Enthusiasmus und Engagement ist eine Institution gewachsen, die im FMP1 für Ideen und Ideale gebührend gewürdigt wurde.

 

Katharina Kersten, die als Ehrenamtliche dem Verein seit 2016 verbunden ist, führte moderierend durch den Abend, an dem die Relevanz dieser afghanischen Institution in Berlin an zahlreichen Beispielen illustriert wurde.

 

Es sprachen die Vereinsvorstände Mortaza Rashidi und Tilman Preißler, Shafiullah Khawari als Vertreter der afghanischen Botschaft in Berlin, Andreas Germershausen, Integrationsbeauftragter für den Berliner Senat, Stephan Winkelhöfer, Integrationsbeauftragter des Bezirks Berlin-Mitte und Zia Moballegh, Local Country Director Afghanistan der Heinrich-Böll-Stiftung. Kernthemen der Referenten waren die Wichtigkeit gelingender und selbstbestimmter Integration sowie die komplexe politische und gesellschaftliche Perspektive Afghanistans. Zu Wort kam auch Khoshal Aqa Mohammadi, der als Repräsentant der geflüchteten jungen Männer ihre Sicht der aktuellen asylrechtlichen und integrationsrelevanten Herausforderungen darstellte.

 

Gemeinsam luden einige der Vereinsaktiven zu verschiedenen Rückblicken ein, darunter Programme und Angebote die gemeinsam mit Geflüchteten entstanden sind:

Fateme Bakhshi: Roshan Theatre Group

Zahra Esrafil: Frauengruppe

Kholgay Ahmadi: Leseprojekt

Akhtar Alizada: Kooperationspartnerschaft mit Newsgroup Afghanistan

Der Geschäftsführer Kava Spartak stellte einige Ausblicke auf die kommenden Monate vor, und plädierte für eine engere Kooperation zwischen Politik, Verwaltung, Vereinen und der afghanischen Community. Dies sei dringend notwendig, um die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam und nachhaltig anzugehen.

Das kulturelle Rahmenprogramm war die Ausstellung der Newsgroup Afghanistan unter dem Hashtag #Bleibistan, es gab ein afghanisches Buffet vom Restaurant Asal und Sameem Rastan begleitete die Feierlichkeiten musikalisch.

Wir danken allen Kooperationspartner*innen, Freund*innen und Mitgliedern für ihre Beiträge, ihre Unterstützung und dafür, dass wir voller Vorfreude auf die kommenden Jahre schauen können.

Wir zählen auf Eure Unterstützung in den sozialen Netzwerken.

2018 © Yaar - Bildung, Kultur, Begegnung e.V.

Impressum & Datenschutz